Stammzellspende
an der Charité

Registrierung als Stammzellspender

Stammzellen spenden, Leben retten!

Damit für Patienten im Bedarfsfall ein bestmöglicher Spender gefunden werden kann, ist es notwendig, dass sich möglichst viele bereitwillige Menschen als Stammzellspender registrieren lassen.

Eine Registrierung ist jederzeit zu den regulären Öffnungszeiten in unseren Blutspendeeinrichtungen möglich.

Außerhalb dieser Zeiten können jederzeit individuelle Termine vereinbart werden. Rufen Sie uns an (Telefon 030 450-665807) oder senden Sie uns eine Mail.

Bitte lassen Sie sich als Stammzellspender registrieren. Auch Sie oder eine Ihnen nahe stehende Person können einmal auf eine Stammzellspende angewiesen sein.

Wenn für einen Patienten ein passender Spender gefunden worden ist, wird drei bis vier Wochen vor der eigentlichen Spende eine umfangreiche Untersuchung des Spenders durchgeführt. Für die Blutstammzellentnahme gibt es zwei Möglichkeiten:

Die Knochenmarkspende

Das Knochenmark wird aus den Knochen des Beckens entnommen. Es darf nicht mit dem Zentralnervensystem des Rückenmarks in der Wirbelsäule verwechselt werden! Durch mehrere Einstiche in den rechten und linken Beckenkamm wird das Knochenmark unter sterilen Bedingungen mit Punktionsnadel und Spritze abgesaugt. Die entnommene Menge richtet sich nach dem Körpergewicht des Empfängers und auch des Spenders und kann zwischen 0,5-1,5 l Blut-Knochenmark-Gemisch betragen.

Um die Entnahme schmerzlos und sicher durchführen zu können, erhält der Knochenmarkspender eine Vollnarkose. Der Eingriff dauert etwa 1 Stunde. Ein gesunder Organismus kann den Verlust in kurzer Zeit ausgleichen. Für die Knochenmarkentnahme ist ein ein- bis zweitägiger Klinikaufenthalt erforderlich.

Die periphere Stammzellspende

Das Verfahren der peripheren Stammzellspende ist heutzutage die vorwiegend angewandte Methode. Hierbei gewinnt man die zur Transplantation benötigten Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders. Dafür muss zunächst die Zahl der Stammzellen im Blut erhöht werden. Dazu ist eine viertägige Vorbehandlung des Spenders mit dem Botenstoff G-CSF erforderlich. Das Medikament wird zweimal täglich unter die Haut gespritzt. Dieser Wachstumsfaktor entsteht auch auf natürliche Weise im menschlichen Organismus, z. B. bei Infektionen. Er bewirkt, dass Stammzellen vom Knochenmark in das periphere Blut übertreten. Zur eigentlichen Stammzellgewinnung benutzt man ein spezielles Verfahren, welches Stammzellapherese genannt wird. Bei dieser Methode wird das Blut des Spenders in einem ständigen Kreislauf aus einer Armvene durch einen Zellseperator geleitet und wieder zurückgeführt.