Blutspende
an der Charité

Was Sie vor der ersten Blutspende wissen sollten

Wer zum ersten Mal Blut spendet oder sich noch nicht vollkommen sicher ist, hat oft Fragen oder Bedenken.

  • Wie funktioniert das Blutspenden?
  • Was passiert dabei eigentlich mit mir?
  • Kann mir das Blutspenden gesundheitlich schaden?

Um gleich einige Antworten vorweg zu nehmen: Blutspenden tut nicht weh!

Die Blutspende selbst dauert nur wenige Minuten. Mit der Aufnahme der Spenderdaten, Ihrer Registrierung, der ärztlichen Untersuchung und der Erholungsphase nach der Spende muss mit einem gesamten Zeitaufwand von etwa einer Stunde gerechnet werden.

Voraussetzung für das Blutspenden ist, dass Sie sich gesund fühlen. Zum ersten Mal dürfen Sie zwischen Ihrem 18. und Ihrem 68. Geburtstag Blut spenden (Dauerspender mit ärztlicher Genehmigung auch länger). Wenn das alles auf Sie zutrifft, zögern Sie nicht länger – jede Spende zählt!

Ruhen Sie sich nach Ihrer Spende noch etwas aus, trinken Sie viel. Vermeiden Sie große Mengen an koffeinhaltigen Getränken, z.B. Cola oder Kaffee. Wir empfehlen Ihnen zudem, innerhalb der ersten Stunde auf den Konsum von Zigaretten zu verzichten. Alkohol sollten Sie am Tag der Blutspende meiden.

Ihr Blut wird nach der Entnahme in unseren Laboratorien untersucht. Sollten dabei auffällige Befunde auftreten, die ein Hinweis auf Krankheiten sein können, werden Sie umgehend von uns darüber informiert.

Ablauf einer Blutspende

  1. Anmeldung

    Bevor es losgeht, brauchen wir von Ihnen Name und Adresse.

    Bitte halten Sie dafür Ihren Personalausweis (alternativ Reisepass mit Meldebescheinigung) und, wenn vorhanden, den Blutspenderpass bereit.


  2. Fragebogen

    Wer Blut spendet, muss gesund sein. Damit schützen wir sowohl Sie als Spender, als auch die Empfänger. Sie erhalten daher zunächst einen Fragebogen zu Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, ihn gewissenhaft auszufüllen.

    Bei Unklarheiten lassen Sie die Fragen einfach unbeantwortet und klären diese im nachfolgenden persönlichen Gespräch mit dem Arzt.

Anmeldung
  1. Ärztliche Untersuchung

    Der Arzt misst Blutdruck und Puls und bespricht dann mit Ihnen den ausgefüllten Fragebogen. Unter Berücksichtigung aller Befunde entscheidet er über Ihre Spendefähigkeit. Ist alles in Ordnung, steht einer Blutspende nichts im Wege.

    Sollte Ihr Gesundheitszustand eine Blutspende jedoch nicht zulassen, werden Sie für dieses Mal oder auch für länger zurückgestellt. Der Arzt erläutert Ihnen warum. Gegebenenfalls wird er Ihnen eine weitere Abklärung durch Ihren Hausarzt empfehlen.

  1. Blutfarbstoff, Temperatur

    Vor der Spende wird Ihr Hämoglobinwert, der sogenannte rote Blutfarbstoff, bestimmt. Dies ist wichtig, um eine mögliche Blutarmut (Anämie) auszuschließen und Sie mit der Blutspende nicht zu gefährden.

    Ein winziges Bluttröpfchen aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen reicht dafür aus. Ebenfalls am Ohr wird auch Ihre Temperatur gemessen, um Infektionen zu erkennen.


  2. Vertraulicher Selbstausschluss

    Sie selbst entscheiden, ob Ihre Blutspende für die Übertragung freigegeben werden kann oder nicht. Haben Sie also Zweifel, so können Sie mit dem vertraulichen Selbstausschluss diskret und anonym bestimmen, ob Ihr Blut an Patienten weitergegeben wird.

    Eine Untersuchung Ihrer abgegebenen Blutspende erfolgt aber in jedem Fall.

Hb
  1. Blutentnahme

    Bei der eigentlichen Blutspende werden Ihnen ca. 500 ml Blut entnommen. Dafür wird ausschließlich steriles Einwegmaterial verwendet. Eine Übertragung von Krankheiten ist deshalb ausgeschlossen. Untersuchungsröhrchen und Blutbeutel Ihrer Spende sind mit einem identischen Strichcode gekennzeichnet, um Verwechslungen von vornherein auszuschließen. Nach etwa 7 bis 10 Minuten ist der Spendenvorgang beendet.

    Sie sollten sich danach mind. 10 Minuten ausruhen. Erfahrene Krankenschwestern und -pfleger sowie Arzthelferinnen betreuen Sie während der ganzen Zeit.

  1. Nach der Spende

    Während der ersten 30 Minuten nach der Spende dürfen Sie nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen (auch nicht als Fußgänger). Sollten Sie einer Berufsgruppe mit hohem Risikopotential angehören, wie z.B. Busfahrer, Taxifahrer, U-Bahn-Führer, Dachdecker, Fallschirmspringer etc., dürfen Sie diese Tätigkeiten 12 Stunden nach der Spende nicht ausführen.


  2. Zu guter Letzt

    Sind Sie Erstspender, dann bekommen Sie Ihren Blutspende-Pass innerhalb von ca. zwei Wochen zugeschickt. Tragen Sie diesen bitte immer bei sich, denn darin ist Ihre Blutgruppe vermerkt.

    Sie kann im Notfall lebensrettend sein.

Vollblut

Die wichtigsten Fragen zur Blutspende

Besucher und Unentschlossene sind immer herzlich eingeladen sich eine unserer Entnahme-Stationen anzuschauen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

Ein Blutspender

  • muss mindestens 18 Jahre alt sein und darf ein Alter von 68 Jahren nicht überschritten haben
  • darf bei der ersten Blutspende nicht älter als 68 Jahre sein
  • muss ein Mindestgewicht von 50 kg haben
  • sollte sich gesund fühlen
  • sollte vor der Spende unbedingt ausreichend essen und trinken
  • darf innerhalb der letzten 12 Stunden keinen Alkohol getrunken haben
  • darf keine Drogen innerhalb der letzten 4 Wochen konsumiert haben
  • darf pro Jahr bis zu 6 Vollblutspenden leisten, Blutspenderinnen bis zu vier
  • muss zu jeder Spende seinen Personalausweis (alternativ Reisepass mit Meldebescheinigung) und, wenn bereits vorhanden, den Blutspenderpass mitbringen

Dann kommen Sie in eine unserer Stationen! Ein Arzt stellt vor Ort, auch zu Ihrer Sicherheit, Ihre aktuelle Eignung zur Blutspende fest.

Helfen auch Sie und spenden Sie Ihr Blut für Kranke und Verletzte! Ihr Blut wird dringend gebraucht, um die Blutversorgung ausreichend und bedarfsgerecht sichern zu können.

Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 75 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt.