Blutspende
an der Charité

Sicherheit & Untersuchungen

Die Blutkonserve ist ein Arzneimittel, deshalb gilt:
Sicherheit über alles!

Für den Blutspendedienst ergeben sich zwei Aufgaben: der Schutz des Spenders und die Sicherheit des Empfängers.

In der öffentlichen Diskussion wird leider häufig die Einsicht in die Notwendigkeit der Blutspende durch die Furcht vor Ansteckung überlagert.

Während für den Empfänger trotz aller Vorsorge eine äußerst geringe Möglichkeit der Ansteckung durch Blutkonserven bleibt, ist dies für den Spender ausgeschlossen!

Für den zukünftigen Blutspender ist es wichtig zu wissen, dass bei jeder Punktion und beim Spendevorgang steriles Einwegmaterial verwendet wird.

Von der Untersuchung auf Spendefähigkeit bis zum Verlassen des Instituts steht der Spender unter der Aufsicht eines verantwortlichen Arztes. Alle Handlungen im Zusammenhang mit der Spende, etwa die Punktion der Vene, werden vom medizinischen Fachpersonal vorgenommen.

Regelmäßige interne Kontrollen sowie Überprüfungen durch staatliche Stellen überwachen alle Abläufe.

Sie sehen, Sie sind bei uns sicher!

Hämoglobin – und was Sie wissen müssen

Der größte Einzelbestandteil des Blutes sind die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Erythrozyten versorgen die Körperzellen mit lebenswichtigem Sauerstoff und entfernen Kohlendioxid als Stoffwechselendprodukt. Das Hämoglobin (Hb) – auch als roter Blutfarbstoff bezeichnet – beinhaltet innerhalb einer komplexen chemischen Struktur Eisen. Über eine Bindung an diesem Eisenmolekül werden Sauerstoff und Kohlendioxid transportiert. Und da Eisenoxid, an Metallen auch Rost genannt, eine rötliche Färbung aufweist, ist diese Verbindung auch für die rote Farbe unseres Blutes verantwortlich. Deshalb sehen Menschen mit einer schweren Blutarmut oft auch sehr blass aus.

Erythrozyten haben eine Lebensdauer von ca. 120 Tagen. Beim Gesunden werden stetig rote Blutkörperchen abgebaut und neue produziert. Monatlich werden ca. 1,2 Liter Blut neu gebildet.

Gesunde Menschen verfügen über eine natürliche Eisenreserve, mit der Verluste ausgeglichen werden können. Bei Blutverlusten kann die Neubildung von Erythrozyten bis auf das 15-fache des Normalwertes ansteigen. Wenn der Hämoglobinwert eines Spenders zu niedrig ist, hat er evtl. keine ausreichenden Eisenreserven für die Neubildung von voll funktionsfähigen roten Blutkörperchen und darf nicht zur Blutspende zugelassen werden.

Bei einem niedrigen Eisenwert sind die Ursachen meist harmloser Natur. Gelegentlich verbirgt sich hinter einem niedrigen Eisengehalt eine Krankheit, z. B. Eisenmangelanämie, die von einem Arzt abgeklärt werden muss. Bei jeder Vollblutspende geht eine gewisse Menge Eisen verloren. Bei normaler Ernährung erholt sich der Eisenblutspiegel in der Regel rasch und erreicht innerhalb von ca. 50 Tagen wieder den Zustand vor der Spende.

Die Eisenreserven können mit gezielter Ernährung wesentlich verbessert werden. Das in tierischen Lebensmitteln (Fleisch und Innereien) vorhandene Eisen weist eine optimale Bioverfügbarkeit auf. Das in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthaltene Eisen ist hingegen weniger gut verwertbar. Durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln wird die Eisenresorption wesentlich verbessert. Getränke wie Milch, Kaffee und Tee erschweren die Eisenaufnahme.

Der vor der Spende gemessene Hämoglobinwert darf bei Spender/innen nicht unter folgenden Werten liegen:

Männer ≥ 13,5 g/dl (8,37 mmol/l)
Frauen≥ 12,5 g/dl (7,75 mmol/l)